Woran erkennt man eine gute KFZ-Werkstatt?
Mrz 17th, 2011 by Profimechaniker

Wie jedes technische Gerät, so benötigt auch ein Kraftfahrzeug ein gewisses Maß an Pflege und Wartung, um seinen Dient verlässlich zu verrichten. Die Prüfung des Reifenluftdruckes und die Kontrolle sämtlicher Flüssigkeitsstände kann i.d.R. noch selbst durchgeführt werden. In festen Intervallen stehen jedoch tiefer greifende Instandhaltungs- und Wartungsarbeiten auf dem Programm. Hierzu zählen neben den Durchsichtsintervallen auch spezielle Reparaturen oder der Austausch von Verschleißteilen. Diese Arbeiten sollten nur einer Fachwerkstatt anvertraut werden.

Besitzer von Neuwagen scheuen oft den Gang in eine der zahlreich vorhandenen freien Werkstätten – aus Angst vor dem Verlust von Garantieansprüchen im Falle technischer Probleme. Seit Inkrafttreten der GVO (Gruppenfreistellungsverordnung) ist diese Angst jedoch unbegründet. Relevante Arbeiten, die früher ausschließlich Fabrikatshändlern und Markenwerkstätten vorbehalten waren, dürfen seither von jeder Werkstatt durchgeführt werden. Es müssen lediglich gewisse Richtlinien eingehalten werden. So darf beispielsweise zum Testen und Rückstellen der Serviceparameter nur bestimmte Software eingesetzt werden oder es wird auf den Einsatz spezieller, auf das Fahrzeug abgestimmter Teile Wert gelegt.

Die Vielzahl, sowohl an Marken- als auch an freien Werkstätten, macht die Wahl nicht gerade einfach. Prinzipiell ist es immer von Vorteil, bei einer einzigen Werkstatt Kunde zu sein, da in solch einem Fall eine bessere Transparenz gegeben ist. Zudem ist ein vertrauensvoller Umgang zwischen Kundschaft und Personal förderlich. Dennoch sind bei der Wahl der KFZ-Werkstatt eindeutige Kriterien anzulegen und jede infrage kommende Werkstatt anhand dieser zu verifizieren.

Das Wichtigste ist die relative Nähe zum Standort des Fahrzeuges. Diese sollten im Regelfall nicht mehr als 25 Kilometer betragen. Die Mehrzahl an Werkstätten bietet zudem einen kostenlosen Hol- und Bringdienst an. Ein solches Angebot kann von unschätzbarem Vorteil sein, wenn man beruflich stark in seinen Terminen eingeschränkt ist.

Ein weiteres sehr wichtiges Detail ist die preisliche Durchschaubarkeit der erbrachten Leistungen und eine faire Preisgestaltung nach Vorgabe bzw. eine verbindlich nach Zusage durchgeführte Reparatur. Mehrkosten sollten stets vor Beginn der jeweiligen Zusatzarbeiten abgestimmt werden. Einige Werkstätten lassen dem engagierten Besitzer oft auch freie Hand bei der Beschaffung von Ersatzteilen, will dieser dies übernehmen und das nötige Wissen besitzt. Schließlich sollte die Werkstatt auch die Abgas- und Hauptuntersuchungen anbieten und je nach Saison spezielle Aktionswochen betreiben. Beispielsweise kostengünstige Reifenwechsel oder preiswerte Inspektionen. Zusatzdienstleistungen wie der Umbau auf Autogas zeugen zudem von der Zukunftsfähigkeit des KFZ-Betriebs.

Handwerk hat einen goldenen Boden
Feb 10th, 2011 by Profimechaniker

Alte Handwerksberufe sind Schmied und Töpfer, die sich bereits in dörflichen Gemeinschaften angesiedelt hatten. Später kamen Weber, Tischler, Zimmerer, Gerber, Goldschmiede und viele andere Berufe hinzu.

Heutzutage nehmen wir häufig die Dienste eines Handwerkers in Anspruch. Ein Maler streicht in unserer Wohnung die Wände, Türen und Fenster. Der Elektriker hilft, neue Leitungen und Steckdosen zu verlegen. Geht mal die Waschmaschine kaputt, kommt er vorbei und stellt eine Diagnose. In den meisten Fällen lässt sich der Schaden beheben und man spart viel Geld. Und alle  fürchten meist die fällige Inspektion, da sie häufig mit hohen Reparaturkosten verbunden ist. Und unser täglich Brot liefert der Bäcker an der Ecke, leider ist es in den wenigsten Fälle noch selbstgebacken, sondern wird von großen Brotfabriken geliefert. Hier stirbt langsam ein alter Handwerksberuf aus.

Die Handwerksbetriebe sind nach der Handwerksordnung in 41 zulassungspflichtigen, 53 zulassungsfreien und 57 handwerksähnlichen Gewerben tätig. Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre und endet mit der Gesellenprüfung. Will man Meister werden, so muss man erfolgreich die Meisterprüfung (Großer Befähigungsnachweis) ablegen. Durch das Meisterdiplom wird dem Kandidaten umfassendes theoretisches Wissen und praktisches Können in seinem Beruf, kaufmännischen Belangen, der Ausbildung bescheinigt. Es gestattet ihm, einen Betrieb zu führen sowie Auszubildende im jeweiligen Beruf auszubilden.

Ab 10. Januar 1949 genügte eine Postkarte um ein Gewerbe anzumelden – der Meisterzwang entfiel. Es setzte ein Gründungsboom ein. Allein in München wurden im ersten Jahr der Gewerbefreiheit soviele Gewerbe angemeldet wie vorher insgesamt bestanden hatten. Diese Freiheit wurde jedoch 1953 mit Verabschiedung der Handwerksordnung wieder eingeschränkt. Für 94 handwerkliche Berufe wurde abermals bundesweit die Meisterpflicht eingeführt.

2003/2004 beschloß der Bundestag eine Novellierung dieser Regelung: In der Handwerksrechtsnovelle wird die Gewerbefreiheit in 53 Handwerksberufen wieder eingeführt. Für jene Berufsstände reicht nunmehr der kleine Befähigungsnachweis. Die übrigen 41 Handwerke behalten den Zwang zum großen Befähigungsnachweis, es sollen aber Alternativen zum Meisterbrief geschaffen werden.

Hat das Handwerk eine Zukunft? Da hilft eine Umfrage, die unter bayerischen Handwerkern durchgeführt wurde: Hier gaben mehr als 70 Prozent an, dass sie mit ihrer wirtschaftlichen Situation zufrieden sind. Also sieht man daran, dass die Auftragslage für Handwerker sehr gut ist. Viele Dienstleistungen lassen sich nur von kleinen Handwerksbetrieben erledigen, grosse Unternehmen können das nicht leisten.

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